Naturheil-Kunde

Breitenstr. 9, 4852 Rothrist

                                

Naturheilkundliche Phytotherapie

Die Phytotherapie ist eine alte, bewährte Heilmethode, bei der Auszüge aus Heilpflanzen zur Heilung, Linderung und Genesung körperlicher Leiden und Erkrankungen eingesetzt werden. Seit Urzeiten bedient sich der Mensch der Heilkräfte, welche im Pflanzenreich wirksam sind 

Das Wissen um die Anwendungsgebiete der einzelnen Heilpflanzen wurde von Ärzten und in Klöstern verwaltet. Der Begriff "Phytotherapie" wurde von dem französischen Arzt Henri Leclerc (1870 - 1955) eingeführt. Diese Therapie ist die naturwissenschaftliche Fortsetzung der Erfahrungsheilkunde früherer Zeiten. Die heutige Phytotherapie ist keine alter-native Medizin im engeren Sinne, sondern ein Teil der wissenschaftlich orientierten Schulmedizin.

Viele der heute verwendeten chemisch-synthetischen Arzneistoffe haben ihren Ursprung aus Substanzen, die in Pflanzen gefunden und extrahiert wurden. Durch Weiterentwicklung dieser Pflanzenwirkstoffe sind vielfältige Arzneimittel entstanden. Das bekannteste Beispiel ist die Acetylsalicylsäure (Aspirin®), die aus dem Salicin der Weidenrinde entwickelt wurde.

Der Einsatz von Heilkräutern wird in der heutigen Zeit immer beliebter. Heilpflanzen wirken zuerst den Symptomen der Krankheit entgegen, wobei diese aber nicht so stark unterdrückt werden, wie bei den chemischen Mitteln. Es geht bei der traditionellen europäischen Naturheilkunde ja nicht nur um möglichst rasche Beschwerdefreiheit, vielmehr soll der Körper angeregt werden, die Ursachen einer Erkrankung endgültig zu überwinden.

Falsch ist die Annahme, Heilpflanzen seien immer unbedenklich; es gibt bekanntlich auch sehr giftige Arzneipflanzen, die unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können.

Phytotherapie kann gut mit anderen natürlichen Heilverfahren kombiniert werden, unter anderem natürlich mit der Homöopathie, mit der sie in gewisser Weise verwandt ist.                             

Die moderne Phytotherapie

Diese Phytotherapie ist aus der alten Kräutermedizin entstanden.

Es werden die physischen Inhaltsstoffe der Pflanze in ihrer Wirkung auf die menschliche Physiologie untersucht. Die wirksamen Stoffe werden identifiziert um nach Möglichkeit rein und konzentriert herzustellen.

In unserer modernen, aufgeklärten Zeit geht der Trend in der Allopathie immer mehr zu chemisch genau definierten und in ihrer Wirkungsweise genau dokumentierten Reinsubstanzen.

Die naturheilkundliche Phytotherapie

berücksichtigt beide Aspekte: die “geistigen” Kräfte finden ihren Ausdruck in Stoffen, welche mit der chemischen Analyse in ihrer materiellen Ausgestaltung nachweisbar sind. Weder der Geist noch der Stoff alleine heilt, sonder das Ineinanderwirken der beiden Elemente in der Pflanze.

Die häufigste Anwendung der Heilpflanzen ist die Teerezeptur (lat.: Infus). Die getrockneten Kräuter (Drogen) werden mit siedendem Wasser übergossen und einige Zeit ziehen gelassen. Hierbei werden die wasserlöslichen Stoffe freigesetzt. Auch Auszüge in Alkohol (Tinkturen), Öl oder in Salben werden verwendet.

Die Phytotherapie ist eine individuelle Therapie, welche sich die verschiedenen Wirkprinzipien der einzelnen Pflanzen zu nutze macht. In der Hand des erfahrenen Therapeuten sind diese Heilkräuterrezepte eine überaus wirksame Medikation, welche den Vergleich mit der allopathischen oder schulmedizinischen Behandlung nicht zu scheuen brauchen. Voraussetzung ist eine sorgfältige und individuelle Rezeptierung. Abhängig von der Konstitution, dem Alter, Geschlecht, Herkunft und Krankheitsgeschichte des Patienten wählt der Therapeut die Kombination an Heilpflanzen und Darreichungsformen. 

Anwendungsbeispiele für eine phytotherapeutische Behandlung

-   chronische Verdauungsbeschwerden                                                                                                                                             -  Erkrankungen des Magens  (nicht bei Geschwüren und Tumoren)                                                                                                                     Blasenentzündung, Nierenerkrankungen; chronische Müdigkeit                                                                                                              -  Lungenleiden (Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)                                                                                                                                        -  Allergien, Heuschnupfen; allgemeine Immunstimulation                                                                                                                                     -  lymphatische Stauungen                                                                                                                                                                                      -   Venöser-und rheumatischer Symptomenkomplex

 

Homöopathie

"Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt!" Dieses Grundgesetz der Homöopathie fand Samuel Hahnemann (deutscher Arzt, 1755-1843), nach Versuchen an sich selbst, bestätigt. Das Grundprinzip "Similia similibus curentur" bedeutet: Durch die Ähnlichkeit von Krankheitsbild und Arzneimittelbild, wird ein Arzneimittel erst zum homöopathischen Heilmittel.

Das Arzneimittelbild wird durch die homöopathische Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen ermittelt, bei der einer möglichst grossen Anzahl Menschen über die Wirkung einer zu prüfenden Arznei genauen Befund geben. Da die übliche Form der Arznei dem Körper oft nicht zugänglich war, oder Nebenwirkungen zeigte, begann Hahnemann diese zu verdünnen. Seine Art zu verdünnen und zu verschütteln nannte er wegen der festgestellten, erhöhten Wirkungsweise "Potenzieren" oder Dynamisieren". Es sind keine grausamen Tierversuche notwendig.

Die Homöopathie unterstützt in ihrer Wirkungsweise die Eigenheilkräfte im Körper. Somit unterscheidet sie sich wesentlich von der Allopathie (Heilverfahren der Schulmedizin), welche selber steuernd in den Organismus eingreift. Will man wirklich heilen, so muss die Krankheit an ihrem ursächlichen Ausgangspunkt behandelt werden. Dieser Ausgangspunkt ist die Störung im Bereich der Lebenskraft. Homöopathische Mittel wirken nicht primär auf das erkrankte Organ (Symptom) ein, sondern auf die Lebenskraft, die das Organ steuert. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt.

Homöopathie heisst wörtlich übersetzt "ähnliche Krankheit". Hahnemann schrieb seine Erkenntnisse im Organon, das im Hahre 1810 erschien, nieder. Darin finden sich die drei Säulen der Homöopathie:

Ähnlichkeitsregel - Arzneimittelprüfung - Gabenlehre

1. Ähnlichkeitsregel

Eine Behandlung mit demjenigen Arzneimittel, welches beim gesunden Menschen die meisten ähnlichen Symptome erzeugt, vermag - in besonderer, potenzierter Form verabreicht - die Krankheit zu heilen (simila similibus curentur). Die Therapie mit "Gegenmitteln" (contraiia contraiiis, z.B. mit Opium bei Schmerzen, Schlaflosigkeit, Diarrhoe) lehnt Hahnemann wegen der Gefahr der langfristigen Verschlimmerung oder der Entstehung neuer Krankheiten ab, in Notfällen ist sie jedoch ausdrücklich erlaubt.

2. Arzneimittelprüfung

Die Symptomatik geläufiger Vergiftungen mit stark wirkenden Pflanzen (Tollkirsche, Mutterkorn) erleichtert auch heute am ehesten und überzeugendsten den Einstieg in die Homöopathie. Hahnemann hat an sich selber, seiner Familie und seinen Mitarbeitern über 100 Mittel geprüft. Die Gesamtheit aller durch eine Substanz hervorgerufenen Symptome ergibt das sogenannte Arzneimittelbild dieser Substanz. Alle geprüften Substanzen und ihre Arzneimittelbilden werden in der Arzneimittellehre (materia medica) zusammengefasst.

3. Gabenlehre

Grundlage der Arzneimittel sind Pflanzen, deren Verarbeitung meist in frischem Zustand erfolgt, Tiere oder tierische Produkte, Mineralien und Metalle. Aus den Urtinkturen bzw. Urstoffen werden, mit Alkohol oder Milchzucker als Trägersubstanz, Arzneimittel zubereitet.

Komplexhomöopathie

In der Komplexhomöopathie wird in den meisten Fällen die zugrundeliegende Krankheit mit einer Mischung aus verschiedenen homöopathischen Mitteln behandelt. Dieses Vergehen wird von vielen klassischen Homöopathen abgelehnt, da es zu Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Medikamenten kommen kann. Genau diese Wechselwirkungen werden gezielt in der Komplexhomöopathie und der Anthroposophischen Medizin eingesetzt. Die Komplexmittel können aus verschiedenen Potenzstufen eines Präparates (sogenannte Potenzaccorde) bestehen. Behandelt wird in der Komplexmitteltherapie auf der Grundlage einer klinischen Diagnose, der Konstitution und ähnlichen Kriterien.

Das weite Feld von Befindlichkeitsstörungen, akuten Krankheiten, besonders auch die im Kindesalter, alle funktionellen, psychosomatischen und chronischen Erkrankungen sind Indikationen für eine komplexhomöopathische Therapie. Die homöopathische Heilmethode will die Umleitung körpereigener Vorgänge bewirken, d.h. die Störungen (anomale Vorgänge) in normale Bahnen (Gesundheit) zurückbringen. Der vom homöopathischen Arzneimittel ausgeübte Reiz ist dem individuellen Krankheitsbild ähnlich bzw. gleichgerichtet und wirkt auf den Gesamtorganismus ein (Ähnlichkeitsregel). So ergibt sich die Anwendung der Homöopathie innerhalb der Gesamtmedizin. Sie ist nur dort möglich, wo der Organismus noch die Fähigkeit zur Reaktion besitzt.

Homöopathische Heilmittel weisen viele Vorteile auf. Aus ihrer Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Trotzdem sollte nicht leichtfertig herumexperimentiert werden, da falsche Anwendungen durchaus ungünstig beeinflussen können.

 

Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin ist eine Erweiterung der klassischen Schulmedizin. Sie ergänzt das Wissen über körperliche Vorgänge um die Kenntnis der seelischen und geistigen Kräfte, die ebenfalls im Menschen wirken. Der Patient wird nicht als mechanisch funktionierende Zusammensetzung lebloser Moleküle betrachtet, sondern in seiner Ganzheit von Körper, Lebenskraft, Seele und Geist wahrgenommen und behandelt.

Das anthroposophische Menschenbild

Nach dem anthroposophischen Menschenbild werden vier Wesensglieder als Eigenschaften höherer Organisationsebenen des Menschen unterschieden. Diese vier Wesensglieder stehen in gegenseitigem Wechselspiel zueinander. Gesundheit, Krankheit und Heilung werden dementsprechend nicht rein nach physikalischen Gesetzmässigkeiten beurteilt. Krankheit bedeutet eine Diskrepanz der normalen üblichen Gesetzmässigkeiten: Eines der vier Wesensglieder stimmt nicht mehr mit den anderen überein.

Die vier Wesensglieder setzen sich zusammen aus

  • dem physischen Leib
  • dem Ätherleib (der Lebenstätigkeit),
  • dem Astralleib (der Seelentätigkeit) und schliesslich
  • der Ich-Organisation.

Die physische Organisation beginnt mit der Befruchtung. Sie ist stets aus lebendigen Entwicklungsprozessen heraus gestaltet. Die Pflanzen, die Tiere und auch der Mensch - sie alle bauen ihren physischen Leib aus der unbelebten mineralischen Welt auf. Erst wenn der Tod eintritt, unterliegt der menschliche physische Leib der Gesetzen der unbelebten Natur. Die festen, flüssigen, gasförmigen Bestandteile des Leibes gehen ihre eigenen Wege. Zur menschlichen Gestalt lassen sie sich nur dann zusammenfügen, wenn der physische Leib von den Gesetzmässigkeiten des Lebens durchzogen und zusammengehalten ist. Der physische Leib aller lebenden Organismen kann mit naturwissenschaftlichen Methoden (messen, wiegen, chemisch-analytisches Untersuchen) beschrieben werden und macht jede Gestalt räumlich sichtbar.

Im Ätherleib (Lebensleib) spielen sich die Gesetze des Lebendigen ab. Typische Merkmale des Ätherleibes sind Vererbung, Wachstum, Regeneration und die Organfunktionen. Dabei ist jede Lebensäusserung an einen bestimmten Zeitablauf gebunden. Tiere und Menschen folgen nicht nur den Gesetzen von Raum und Zeit. Beide haben zusätzlich ein seelisches Innenleben.

Der Astralleib (Seelenleib) spiegelt Triebkräfte wieder, die ihre Lebensvorgänge mitprägen. Dazu gehören beispielsweise Begierde, Wünsche, Vernunft, Sympathie, Lust oder Unlust. Grosse Gegensätze sind zu vereinen: Des "Erdenbewusstsein", das an den physischen Leib und die Sinne gebunden ist, und das "kosmische Bewusstsein", das erst durch das Denken möglich wird.

Die Ich-Organisation schliesslich unterscheidet den Menschen von Mineral, Pflanze und Tier. Der Mensch verfügt im Gegensatz zum instinktgeprägten Tier über ein Selbstbewusstsein. Dies Selbstbewusstsein befähigt den Menschen zu freiem Denken, zum Lernen und zur Selbstbestimmung. Der Mensch kann von seiner Ich-Organisation aus seine anderen Seinsebenen derart beherrschen, dass letztlich sogar der physische Leib ein getreues Abbild seines seelisch-geistigen Lebens wird.

Die vier Wesensglieder

Physischer Leib=Funktionsordnung, die den menschlichen Körper zum Träger mineralischer Substanzen macht

Ätherleib= Lebensleib Funktionsordnung, die den menschlichen Körper zum Träger individuellen Lebens macht

Astralleib=Seelenleib Funktionsordnung, die den menschlichen Körper zum Träger seelischer Kräfte macht (denken, fühlen, wünschen)

Ich-Organisation Funktionsordnung, die den menschlichen Körper zum Träger der geistigen Individualität macht

Gesundheit und Krankheit in der Anthroposophie

Der Mensch ist um so gesünder, je fähiger er ist, seinen Charakter und sein Wesen in allen viel Seinsbereichen zu äussern. Sind die Gesetzmässigkeiten eines der vier Wesensglieder nicht mehr im Einklang mit denen der anderen, so herrscht ein Ungleichgewicht. Naturvorgänge werden dominant, eine Störung (Krankheit), entsteht. Der Organismus des Menschen vereint in sich Gesetzmässigkeiten, die in verschiedenen Bereichen der Umwelt getrennt zu finden sind. Dazu gehören Gesetzmässigkeiten aus der mineralischen Umwelt, aus der pflanzlich-lebendigen und schliesslich der animalisch empfindenden Umwelt. Während des Lebens muss die Ich-Organisation permanent diese Gesetzmässigkeiten integrieren. Beispielsweise unsere Ernährung macht uns dies Beziehung deutlich.

 

 

Augendiagnose / Irisdiagnose

Die Augen sind Spiegel der Seele.

In ihnen spiegeln sich Gefühle. Die Augen sind Eingang und Ausgang der Seelenwelt. Mit ihnen können wir seelische Hähe und Distanz ausdrücken.

Besonders beeindruckend ist es, dass sich die Menschen nicht einmal bei den Fingerabdrücken so sehr unterscheiden wie in ihren Augen. Die Augen erlauben einen direkten Einblick von aussen in das Bindegewebe.

Geschichtliches

Die ersten Quellen dieser Diagnostik reichen bis 1000 v. Ch. zurück. Die Japaner und die Chinesen wussten schon vor mehreren Tausend Jahren das Erkennen von Organkrankheiten aus Befunden der gesamten Augengegend abzuleiten. In den Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen erscheint eine grössere Ausführung über das Auge als Spiegelbild seelisch-leiblichen Dynamik. Dies waren sicher gesammelte Erkenntnisse aus den Erfahrungen von weisen Frauen und Männern aus dem Volke, in deren Händen im 12. Jahrhundert damals zum grössten Teil die gesundheitliche Betreuung lag.

Pastor Felke (geb. 1858), der auch der "Lehmpater" genannt wurde, beschäftigte sich mit der Irisdiagnose. Sein Ruf als Heilkundiger und Irisdiagnostiker drang weit über seine Grenzen hinaus. Unzählige fanden bei ihm Hilfe und Heilung. Seine Verdienste liegen in der Klärung topographischer Punkte. Er hatte Typologien in der Irisdiagnostik geschaffen und konnte sie psychosomatisch werten.

Irisdiagnose heute

Die Augendiagnose ist für eine tiefgreifende naturheilkundliche Therapie eine der wichtigsten Diagnosemethoden.

Leider bestehen in der Öffentlichkeit sehr viele falsche Vorstellungen darüber, was diese Methode leisten kann und was nicht. Sie ist daher auch sehr umstritten, vor allem wohl deshalb, weil an den Begriff "Diagnose" andere Erwartungen geknüpft werden.

Mit der Augendiagnose ist es nicht, oder nur ganz bedingt möglich, eine aktuelle Krankheit zu erkennen und zu  benennen. Dafür sind andere Diagnosemethoden besser geeignet, mit denen die Augendiagnose immer kombiniert werden muss. Dafür liefert sie Informationen, die mit keiner anderen Methode zu erhalten sind und die speziell für eine naturheilkundliche Behandlung extrem wichtig sind.

Die Krankheit ist immer das Ergebnis von komplexen Störungen im Gesamtorganismus. Ziel der Augendiagnose ist es, die Zusammenhänge der verschiedenen Faktoren, die am krankhaften (pathologischen) Geschehen beteiligt sind, zu analysieren.

Jeder Mensch hat sein ganz eigene Art, auf die Reize aus seiner Umwelt zu reagieren. Dies gilt auch für die krankmachenden Reize. Jeder Mensch neigt daher zu bestimmten Arten und Formen von Krankheiten. Man könnte dies als "Reaktionsprogramm" bezeichnen, dessen Grundlagen jeder Mensch auf diesen Lebensweg mitbekommt, was sich aber verändern kann: es kann perfektioniert werden, es kann sich aber auch verschlechtern, was leider sehr viel häufiger passiert.

Das typische "Reaktionsprogramm" mit seinen abgelaufenen Modifikationen, bezeichnet man als "Konstitution". Diese Konstitution wird durch verschiedene Zeichen im Auge erkennbar. Zudem gibt die Augendiagnose Auskunft über die "Schwachstellen" unseres Körpers. So erhält der Augendiagnostiker wichtige Hinweise, auf welcher Basis die aktuelle Krankheit entstanden ist. Beim Menschen, der an vielen unterschiedlichen Beschwerden oder Krankheiten leidet, wird durch die Augendiagnose die gemeinsame Basis dieser Krankheiten als "roter Faden" erkennbar. Im Zentrum der Fragestellung steht also nicht die Krankheit selbst, sondern die Informationen zu ihrer Entstehungsgeschichte, auf die eine sogenannte "Konstitutionstherapie" aufgebaut wird, die zum Ziel at, die Effizienz der körpereigenen Abwehrsysteme zu optimieren und Schwachstellen zu stabilisieren.

Die Augendiagnose ermöglicht also nicht nur die Zusammenhänge zu erkennen, die bei der Krankheitsentstehung entscheidend sind, sondern sie gibt auch ganz konkrete Hinweise zur Therapie.

Aus unserer eigenen Praxiserfahrung wissen wir, wie hilfreich die Irisdiagnose sein kann. Es gibt viele Menschen, die sich krank oder unwohl fühlen ohne den Grund dafür zu wissen oder die Ursache für die Beschwerden nicht ersichtlich sind.

 

Aurikulotherapie (Ohrakupunktur)

Bei der Akupunktur werden zur Heilung oder Linderung von Schmerzen an genau festgelegten Hautpunkten mit sterilen Nadeln Reize gesetzt.

Geschichtliches:

Die Methode der Akupunktur wurde bereits im Buch NEIJING (500 bis 300 v. Chr.) und in anderer medizinischer Literatur den folgenden JING Dynastien beschrieben. Diese therapeutische Methode wird seit langem in der arbeitenden Bevölkerung benutzt. Seit der Befreiung Chinas haben die Ärzte in Übereinstimmung mit der Anweisung des Vorsitzenden Mao ("die Vergangenheit soll der Gegenwart dienen, und ausländische Dinge sollen China dienen+) die traditionelle chinesische Medizin geerbt und gefördert, indem auch ausländisches Material über die Ohrakupunktur studiert wurde. Wiederholte Praxis und ein konstantes Sammeln von Erfahrungen in Europa haben das Gebiet der Ohrakupunkturbehandlung stark erweitert.

Allgemeine Einführung:

Die Akupunktur ist eine alte Heilmethode, die ursprünglich aus China stammt. Mit speziell dafür angefertigten Nadeln aus Gold, Silber oder heutzutage sterilen Stahlnadeln wird an bestimmten Stellen die Haut durchstochen, um Krankheiten zu heilen, Scherzen zu lindern oder auch um Krankheiten vorzubeugen. Entlang von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, befinden sich spezielle Stellen, die sogenannten Akupunkturpunkte, die je nach Grunderkrankung durch den Einstich mit zusätzlicher Manipulation an der Nadel angeregt oder beruhigt werden.

Die Akupunkturpunkte sind drucksensibel und lassen sich dadurch auffinden. Heutzutage werden die Punkte auch durch den Hautwiderstand, der elektrisch messbar ist, mit entsprechenden Geräten gefunden. Bei der Ohrakupunkturbehandlung werden Krankheiten durch die Stimulierung bestimmter Punkte an der Ohrmuschel behandelt.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird das Ohr nicht als getrenntes Organ gesehen, sondern gilt als eng verbunden mit den Meridianen, Nebengefässen und Organen ZANG-FU. Im NEIJING wird ausgeführt, dass das QI und das Blut aller zwölf Hauptmeridiane und ihrer 365 Nebengefässe in das Gesicht und das Gehirn aufsteigen, wobei ihre Äste das Ohr erreichen, um die Hörfunktion zu normalisieren. Dies verallgemeinert die Beziehung zwischen der Ohrmuschel und den Meridianen und Nebengefässen, Im Speziellen gesehen laufen die sechs YANG-Meridiane durch oder um das Ohr.

Die Aurikulotherapie ist eine Form der Akupunktur, welche sich auf das Ohr bezieht.

Ohrakupunkturpunkte sind bestimmte Punkte der Ohrmuschel, die zur Behandlung von Krankheiten benutzt werden. Wenn Störungen der inneren Organe oder anderer Körperteile auftreten, können verschiedene Reaktionen an den entsprechenden Teilen der Ohrmuschel erscheinen, zum Beispiel Druckschmerz, herabgesetzter elektrischer Widerstand, morphologische Veränderungen und Farbveränderungen. Bei der Diagnosestellung können diese Phänomene herangezogen werden. Das Setzen von Reizen an diesen sensiblen Stellen dient dazu, Krankheiten zu vermeiden und zu behandeln. Diese Stellen werden auch als druckempfindliche Punkte, mit erhöhter elektrischer Leitfähigkeit oder sensible Punkte genannt.

An diesen sensiblen Punkten werden die Nadeln gesetzt und je nach Indikation von Minuten bis Tagen an den Punkten belassen. Es besteht auch die Möglichkeit die Punkte durch die Stimulation anzuregen.

Neben den bekannten Akupunkturnadeln werden heute auch die Fingerdruckmassage, die Farbpunktur sowie Magnetclips am Ohr angewendet. Die Aurikulotherapie ist eine unterstützende und begleitende Therapieform.

Indikationen:

  • akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates$
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Neuralgien
  • Herz-Kreislauf Beschwerden
  • Atemwegserkrankungen
  • Urogenitale Störungen
  • Hautirritationen
  • allergische Erkrankungen
  • Sucht Erkrankungen (Rauchen, Esssucht, etc.)
  • vegetative Störungen
  • Entspannung und Harmonisierung

 

Fussreflexzonentherapie

Die Reflexzonenmassage am Fuss ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Durch diese Behandlungsform wird eine Verbesserung der Organ- und Gewebefunktionen erreicht. Die Selbstheilungskräfte des Menschen werden gefördert. Die Fussreflexzonenmassage kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden. Die Füsse werden als Mikrosystem verstanden in dem der ganze Mensch reflektiert wird.

Wie bei anderen Therapien erstrecken sich die Wirkungen sowohl auf den körperlichen als auch auf den seelisch-emotionalen Bereich. Die Patienten sind durch Schilderung von Veränderungen und Mitteilen von Reaktionen aktiv in die Behandlung einbezogen.

Der Fussreflexzonenmassage liegt das Prinzip zugrunde, dass der ganze Körper im Fuss eine zugeordnete Stelle hat. Mit Reflex wird die Antwort des Körpers auf einen Reiz bezeichnet. Mittels spezieller Massagetechnik wird diese Eigenschaft ausgenützt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Die Reflexzonen am Fuss werden gezielt massiert und so entsprechende Bereiche und Funktonen des Körpers stimuliert. Neben einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens kann die Fussreflexzonenmassage den Heilungsprozess unterstützen. Sie wirkt entgiftend, entspannend, verdauungsfördernd und entwässernd. Blockaden können gelöst werden.

Besonders bewährt hat sie sich bei:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schlafstörungen
  • Dysfunktionen des Verdauungsapparates
  • Störungen im Hormonsystem
  • Schwächen des Immunsystems
  • Schmerzzuständen
  • allgemeiner Instabilität
  • Erkältungen
  • Psychosomatischen Belastungen
  • Verspannungen der Muskeln und des Gewebes
  • Nervosität

Die Fussreflexzonenmassage eignet sich aber auch zur Vorbeugung und allgemeinen Entspannung und Harmonisierung der Stoffwechselorgane.

Was können Sie selbst zur Pflege Ihrer Füsse tun?

  • Sorgen Sie immer für warme Füsse, z.B. durch genügend Bewegung, Fussbäder und aktive Fussübungen
  • Halten Sie Ihre Füsse frei von verhornter Haut, Hühneraugen, Schwielen und Fusspilz, soweit es Ihnen selber möglich ist. Bei Bedarf ist eine fachkundig durchgeführte Fusspflege eine gute Hilfe
  • Die wenigsten Menschen sind es heute noch gewohnt barfuss zu laufen. Ändern Sie das, wann immer es möglich ist und gönnen Sie Ihren Füssen ein wenig (Bewegungs-)Freiheit. Besonders schön ist das Barfusslaufen auf einer Wiese oder auf einem weichen Waldboden. Die Füsse können weich federn und die Gelenke werden geschont.
  • Seien Sie anspruchsvoll in der Auswahl der Fussbekleidung und bevorzugen Sie natürliche Textilien und formgerechtes Schuhwerk.

 

Gönnen Sie sich hin und wieder ein Fussbad.

Denken Sie einfach öfters an Ihre Füsse.

Erinnern Sie sich täglich:

Sie werden von Ihren Füssen geduldig getragen, Tag für Tag,

Jahr für Jahr, durch jede Lebenssituation.

 

Ab- und Ausleitungsverfahren

Unter diesem Sammelbegriff werden Behandlungsverfahren zusammengefasst, die die Ausscheidung von abgelagerten Stoffwechsel - Endprodukten ("Schlacken"), vor allem über die Haut anregen.

Zum Beispiel: Baunscheitieren, blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen, Schröpfkopfmassage, Cantharidenpflaster, Blutegel, Aderlass.

Alle Ausleitverfahren wirken über zwei Mechanismen:

1.Wirkung über die Haut - Reflexzonen

Jedes Organ steht über das Nervensystem in reflektorischer Verbindung zu einem oder mehreren Hautbezirken, die als "Reflexzonen" bezeichnet werden. Auf diesem Wege können Erkrankungen innerer Organe beispielsweise zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit eines Hautbezirkes führen. Auf dem umgekehrten Weg ist es möglich, durch Reizung einer Reflexzone das zugehörige Organ therapeutisch "anzusprechen", um die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

2.Veränderung im Säftehaushalt der Gewebe

Viele Krankheiten entstehen durch die Ablagerung von Stoffwechselendprodukten (="Schlacken"), oder durch falsche Zusammensetzung bzw. Verteilung der verschiedenen Säfte in den Geweben der Organe. Die aufgeführten Therapieverfahren beeinflussen alle gezielt dies Störungen im Säftehaushalt.

Zunächst geschieht dies in der Hautzone, auf der das Verfahren angewendet wird. Durch die reflektorischen Verbindungen wird der regulierende Reiz jedoch auf das betroffene Organ übertragen, wo dann der Säftehaushalt in analoger Weise beeinflusst wird.

In unserer Naturheil-Praxis werden folgende Ab- und Ausleitungsverfahren angewendet:

  • Schröpfkopfmassage
  • trockenes Schröpfen

 

Trockenes Schröpfen

Beim trockenen (unblutigen) Schröpfen wird die Durchblutung angeregt (Hyperämie). An der Haut, der Unterhaut und am Bindegewebe wird durch den Saugvorgang der Austritt von roten Blutkörperchen aus den Gefässen ins Gewebe, offensichtlich ohne Verletzung der Kapillarwände, erzeugt. Stoffwechselsteigerung und bessere Sauerstoffversorgung, Aktivierung des Immunsystems und Resorptionsvorgänge in der Haut, sind zur Entfernung der Schlacken aus dem Bindegewebe notwendig.

Die vegetative Funktionsanregung, welche lokal und in der Tiefe durch massive Reizung der in der haut befindlichen neurovegetativen Rezeptoren ausgelöst werden, sind tonisierende Massnahmen, die "Energie zuführen".

Das unblutige Schröpfen wird angewendet bei:

  • Wirbelsäulen-Schmerzen (diffus oder umschrieben)
  • rheumatischen Erkrankungen, Gelenksschmerzen
  • Blutdruckerkrankungen
  • Grippe, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen
  • Oberbauchbeschwerden, Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit
  • akuten und chronischen Bronchialinfekten
  • Asthma bronchiale
  • Funktionsstörungen von Nieren und Blase

Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird, wie beim Trockenschröpfen, ein Schröpfkopf auf die Haut aufgesetzt, dann aber auf der eingeölten Haut über eine bestimmte Fläche verschoben. Die Massage mit dem Schröpfkopf hat eine starke durchblutungsfördernde Wirkung.

Durch die Schröpfkopfmassage werden nicht nur die direkt erreichbaren Gewebe (Haut, Muskeln) beeinflusst, sondern wie beim Schröpfen selbst, auf reflektorischem Wege auch die inneren Organe.

Die Indikationen für die Schröpfkopfmassage sind im Grunde die gleichen wie diejenigen für das Schröpfen selbst. Vor allem aber ist sie angezeigt bei: Akne, neuralgischen Schmerzen und Muskelschmerzen.

Für den Patienten ist wichtig zu wissen, dass die Anwendung von Schröpfköpfen "blaue Flecken" hinterlassen, welche für einige Zeit sichtbar bleiben. Die wohltuende Wirkung einer Schröpfung oder einer Schröpfmassage lässt die "blauen Flecken" schnell vergessen.

Was ist NLP

NLP: Neuro-Linguistisches-Programmieren:

Neuro: Die kognitiven (Sinnes-)Aktivitäten, d.h. das Wie des Denkens.

Linguistisch: Die Sprache als ein Mittel, das individuelle Denken zu erkennen und zu beeinflussen.

Programmieren: Verbale und nonverbale Verhaltensveränderung.

NLP ist ein multi-dimensionaler Prozess. Er dient zur Entwicklung und der Gesundheit des Menschen. Es hält ein hervorragendes Instrumentarium bereit, um von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung zu gelangen und verhilft dazu, authentisch zu werden, sich selber treu zu sein.

Das "Reframing" (Umdeuten) ist eine zentrale Methode des NLP: Eine problematische Verhaltensweise wird in einen anderen Zusammenhang gestellt und dadurch erfährt die betreffende Person eine neue Bedeutung der Auflösung von gesundheitlichen Problemen.

Das können Sie von NLP erwarten:

  • verbesserte Selbstsicherheit
  • Veränderung unliebsamer Gewohnheiten
  • Vielfach gesteigerte Effizienz Ihrer Kommunikation
  • Bewusstwerden der persönlichen Wichtigkeiten und deren effektives Umsetzen in Ihrer Umgebung
  • Nutzung von Chaos für kreative Prozesse
  • Erhöhte Effektivität durch Balance im Privaten und im Beruf
  • Personal Power
  • Selbstwert und Selbstachtung
  • Lösung von Konflikten, Konfliktfähigkeit

Proaktives Handeln:

Vom Opfer der Umstände zum kreativen Planer werden

Intuitionsschule:

Die eigene Intuition als Partner wiederentdecken

Der neue Fokus: Von der "Unzulänglichkeit" zur "Herausforderung"

Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht

 

Heilhypnose Heilen in Trance!

Bach-Blüten

Dr. Eduard Bach, der englische Arzt, der von 1886-1936 lebte, ist der Begründer der Bach-Blütentherapie, Eduard Bach hatte einen besonders intuitiven Zugang zu Pflanzen und ihren Energien. Er experimentierte mit den von Pflanzen gesammelten Tautropfen. Er entwickelte die Sonnen- und Kochmethode um die Essenz zu gewinnen. Ähnliche Verfahren hat auch die indianische Medizin angewandt, um die geistige Information von Pflanzen aus dem physischen Pflanzenkörper freizusetzen. Bach erkannte im Einklang mit den grossen Heiltraditionen aller Völker, dass Körper, Geist und Seele des Menschen eine Einheit sind und in ständiger Wechselwirkung miteinander stehen. Die Blütenessenzen setzte er ein, um das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Die 38 von Bach definierten destruktiven Verhaltensmuster beschrieben 38 Sackgassen, in die wir auf unserem Lebensweg durch geistige Missverständnisse geraten können.

Rescue-Notfalltropfen, Globuli oder Salbe

Es handelt sich um eine Kombination von fünf Essenzen, die von Eduard Bach als Notfallmischung eingesetzt wurde. Die Rescue-Mischung wirkt bei allen Menschen. Sie regt den körperlichen Selbstheilungsmechanismus an. Sie bewirkt eine emotionale Stabilisierung sowie eine seelische und körperliche Entspannung.

Die Rescue-Salbe eignet sich auch zur Massage von Narben, dem Solarplexus usw. Der Heilungsvorgang wird beschleunigt, die Energieblockaden gelöst.

Die Resue-Präparate ersetzen eine ärztliche Behandlung nicht.